Cache-Tour am 28.02.2009

Heute war die geplante Cache-Tour durch Wermelskirchen etc.  an der Reihe… Zu Gast waren meine 3 Freunde Jens, Jacqueline und Jan (ich nenne sie einfach mal das Gastcache-Team „3J“), die sich das GeoCaching (welches sie nur aus meinen Erzählungen kannten) näher anschauen wollten. Treffpunkt war bei mir zu Hause – und es ging auch direkt los:

Cache 1

Mit dem Auto gings erstmal auf direktem Wege ab nach Wermelskirchen. Ziel war die Unterirdische Treppe. Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, gings zu Fuß in den Wald… aber irgendwie nix von einem Loch in einer Wand, geschweigedenn überhaupt eine Wand zu sehen. Als wir dann einen Hügel hochkamen, haben wir es aber gesehen: gut versteckt in einer „Mulde“. Also Taschenlampen an und rein. Der Cachename kam auch nicht von ungefähr – da war tatsächlich eine Treppe, über welche plätschernd Wasser floss. Am oberen Ende der ca 50m langen Treppe hiess es nochmal Kopf einziehen und Knie knacken lassen – und schon war der Cache geloggt. Nachdem Jacqueline gafragt hatte, wie in dieses Loch eigentlich Sauerstoff kommen würde, wurde es auch Jens klar und er zog es (auch wegen seiner Knie) vor, lieber in dem Gang zu bleiben, wo auch die Treppe war…

Cache 2

Nachdem wir unsere dreckigen Botten wieder im Auto geparkt hatten, gings ein paar Kilometer weiter zum nächsten Cache: Weg in den Untergrund. In direkter Nähe das Auto abgestellt und dann hiess es suchen. Allerdings war die Koordinate in so einer für einen derartigen Cache ungewöhnlichen Umgebung, sodaß ich erstmal die Koordinaten checken musste. Aber alles richtig. Wir sind dann zu viert los und haben echt alles abgesucht: Wohngebiet, Spielplatz, Umgebung von Mannesmann – allerdings alles ohne Erfolg. Diesen Cache mussten wir leider haken.

Edit 03.03.2009: Wer lesen kann ist klar im Vorteil… inder Cachebeschreibung waren 2 Links zu Videos. Hätten wir uns diese Vorher angeschaut, dann hätten wir auch gewusst, daß wir falsch sind. Naja.

Cache 3

Alles klar – von dem Rückschlag haben wir uns natürlich nicht unterkriegen lassen – also weiter zur Unterirdischen Kammer. Mittlerweile war es stockedunkel – für einen Cache mitten im Wald natürlich super bei 4 Leuten mit 1 anständigen Taschenlampe. Aber es hat funktioniert. Erstmal gings einen matschigen steilen Hang bergab, bei welchem sie meine Springerstiefel wieder klar bezahlt gemacht haben. Der anschliessende flache Bach (bis zu den Schürsenkeln im Wasser) bestätigte mich. In der Kammer selber fanden sich Gegenstände, die man an so einem Ort nicht unbedingt erwarten würde – das Loggen auf einem Tisch war allerdings ungewohnter Luxus. Danke für den Coin FreeAgents Labyrinth Geocoin – ich werde ihn ein paar Meter mitnehmen.

Cache 4

So langsam roch es im Auto richtig erdig… der halbe Wald hing an unseren Füßen und der Fahrer freute sich sichtlich (Achtung: Ironie). Wurde also Zeit, mal irgendwo unsere Schuhe zu waschen… Beim nächsten Cache sollten wir die Möglichkeit dazu haben. Nach 3 km standen wir auch schon in einem Wohngebiet in unmittelbarer Nähe zum Cache. Sternenklarer Himmel, eine weisse Mondsichel und ordentlich Nebel im Wald, welcher den Strahl der Taschenlampe zu einer langen weissen Röhre formte, machten den Weg zum Cache zu einem schon fast gruseligen Erlebnis. Als es dannn ins knackende Unterholz ging und Vergleiche zu dem Film „Blair Witch Project“ laut wurden, wollte ich nicht mehr als letzter der Gruppe gehen. Nach 300m Fussmarsch standen wir dann auch schon vor dem Eingang zum Unterirdischen Bach. Auch dieser Name kam nicht von ungefähr. Wo mir das Wasser bis ganz zum Stiefelschaft stand (Füße trotzdem staubtrocken :) ), hatte die Mitcacherin Jacqueline nicht ganz so viel Glück mit ihren Turnschuhen… Aber sie ist tapfer bis ganz zum Cache mitgekommen. Mein Respekt galt ihr jedenfalls – hoffentlich wird sie nicht mit einer Erkältung belohnt.

Cache 5

Ich hab zwar schon einige Caches in der Dunkelheit gemacht, ab er jetzt war es an der Zeit für meinen ersten Nachtcache: Mini Steinbruch Nachtcache.  Zum Startpunkt durchgekämpft (ca 50 Höhenmeter abwärts), stellte sich mir die Frage, wie denn die Refleftoren aussehen sollten… Und tatsächlich. Nachdem ich die Taschenlampe einige Sekunden hab kreisen lassen, blinkte uns auch schon ein kleines Etwas in einem Baum an… einige Meter weiter dann das nächste. Aha… Prinzip verstanden. Wir folgten den kleinen Blinkern quer durch den Wald bis zu einem Doppelreflektor abseits der Strasse. Dort musste ein nettes Rätsel gelöst werden… weiter zum nächsten errechneten Punkt. 3 Reflektoren markierten das Ziel. Dort musste des Rätsels Lösung angewandt werden und schon standen wir vor dem Cache. Sehr sehr lustige Erfahrung – Danke dafür!

Pause

Auf dem Hinweg haben wir irgendwo ein Burger King gesehen – dort sind wir dann auch (dreckig wie wir waren) eingelaufen und hatten die Blicke erstmal auf unserer Seite. Wir nutzten die Möglichkeit, uns mal die Hände zu waschen, etwas zu essen, vergangene Caches zu beklönen und die noch vor uns liegenden zu planen… denn 2 sollten ja noch kommen.

Cache 6

Nun waren erstmal gute 30km Autobahn angesagt. Der nächste Cache „Lost Place – Das Spukhaus“ lag in Köln am Fühlinger See.  Da es an einer Landstraße lag, waren wir relativ schnell dran vorbei – jedoch konnten wir alle aus dem Augenwinkel die mächtigen Torpfeiler sehen… es war mittlerweile 23.00 Uhr und wir überlegten, ob wir so kurz vor der Geisterstunde noch in ein derartiges Gebäude gehen sollten. Nützt ja alles nix – also rein da! Auto geparkt… was ist das? Autos vor dem Gebäude und Licht innendrin? Cacher? Na mal sehen. Wir also noch schnell eine geraucht (hätte ja die letzte sein können, weil uns in dem Gebäude irgendwas fieses packen und verschleppen könnte) und ab rein. Leise alle Räume im Erdgeschoss abgesucht bis wir Schritte auf der Treppe gehört haben – die andere Gruppe näherte sich. Wir uns also alle versteckt und gewartet. Als sie auf den untersten Stufen waren, konnte ich es mir nicht verkneifen, einen großen Schritt aus dem Raum seitlich der Gruppe  heraus zu machen und stumpf „BUH“ zu sagen… Diese tolle Idee wurde mit lautem Gekreische und wegrennenden Mädels honoriert. Herrlich. Sie rieten uns auf der Hut zu sein, da die Polizei sie 30Min zuvor schon wegen Hausfriedensbruch des Geländes verwiesen hatte… Das hat uns aber nicht von unserem Vorhaben abgehalten. Wir also auf ins Dunkel – und jeden Raum durchsucht, ohne uns von den klaffenden Löchern im Boden oder den knarrenden Dielen nervös machen zu lassen. Allerdings konnten wir auch mit dem Hint keinen Erfolg verzeichnen – es waren einfach zu viele Räume und zu wenig Licht… naja – wir werden wiederkommen! Das Gebäude haben wir dann kurz vor Geisterstunde verlassen können – wer weiß, was dort sonst passiert wäre.


Edit 03.03.2009: Tja, wer lesen kann ist auch hier klar im Vorteil. Also setzen 6. Wir waren wohl alle so geil auf das Spukhaus, daß wir nicht mehr auf das GPS geschaut haben. Hätten wir das getan, dann hätten wir auch gesehen, daß sich der Cache außerhalb des Gebäudes befindet. Danke nochmal an den Owner für diese Information.

Hier mal ein paar Bilder, welche ich dort geschossen habe:

Cache 7

Den letzten Cache auf unserer heutigen Liste (Lost Place: Garather Mühle) haben wir gelassen, da wir alle schon zu müde waren…

Alles in allem ein sehr gelungener Tag haben mir auch meine 3 Gastcacher bestätigt.

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