Ein wahrer Lost Place

Ab und zu solls sowas ja auch nochmal geben: Urlaub. Was uns angeht, diesemal wieder bei meinen Schwiegereltern im guten alten Osten. Genauer: das schöne Lucka nahe Altenburg. Leider konnte ich dieses Mal aufgrund des strafferes Family-Programms der Cacherei nicht wirklich nachgehen, aber ganze 2 Caches habe ich schon finden können (jubel). Ein ganz besonderer Cache war allerdings ein weiterer Lost Place. Und eine Premiere obendrein: Kevin hatte Schiss! Es geht um die Milbitzer Heilanstalten. Die Fotos in der Galerie solltet ihr euch unbedingt mal ansehen!

Milbitzer Heilanstalten

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Nachdem wir abends in Gera im Kino waren, sind wir noch los, um den Cache 2 km weiter zu heben. Als meine Freundin erfuhr, daß es sich dabei um eine stillgelegte Tuberkuloseklinik handelte, habe ich die Begeisterung schon schreiend wegrennen sehen. Aber nützt ja alles nix. Eine Taschenlapmpe hatten wir zwar, jedoch war dies ein Vorkriegsmodell meines Schwiegervaters. Modell: Leerer Akku, Dreckiges Glas und Tesafilm rundrum. Sehr ermutigend. Da meine geliebte Maglite jedoch dummerweise 500km entfernt im Schrank stand, mussten wir leider mit der Steinzeitversion vorlieb nehmen.

Wir wussten zwar daß am Fuß des Berges, auf welchem sich die Heilanstalt befand ein Parkplatz sein sollte, aber mal schauen wie nah wir rankommen. Wir also unseren nicht wirklich geländetauglichen Golf 4 den Berg hochgejagt und vorsichtig nach allen Seiten Ausschau gehalten. Ich muss zu meiner Schande gestehen, daß die Umgebuing dort nicht wirklich sehr einladend war. Viele große, alte und teilweise tote Bäume neben der schlecht ausgebauten Straße, keine Lichtquelle und ein straffer Wind, der das Holz der Bäume zum singen brachte.

Oben angekommen standen wir dann vor einem Gebäude… einem neuen Gebäude. Hä? Hier waren wir falsch. Und tatsächlich: ein paar Meter weiter zurück ging ein lehmiger, staubiger Pfad (eigentlich nur 2 Spurrillen) steil hoch in den Wald…. naja – wenn wir schon hier oben waren, dann solllten die nächsten paar Meter doch auch nicht mehr wirklich schlimm werden… dachten wir!

Der Pfad war wirklich in einem sehr sehr schlechten Zustand. So rollten wir mit verriegelten Türen mit ca. 5-10 km/h die gut 45° steile Piste hoch… es rumpelte, polterte, die Bäume schienen sich zu biegen und uns in Empfang zu nehmen… und dann sahen wir es: das erste Geäude der Milbitzer Heilanstalten. Ein Lost Place wie er im Buche stand: Groß, im Dickicht versteckt, leider doch sehr mitgenommmen…. Stacheldraht, Gitter vor den Fenstern… ein unglaublich schrecklich schöner Anblich so mitten in der Nacht. Wir fuhren weiter und sahen, daß der Komplex doch größer als erwartet war. Weiter oben kam dann eine Art Lichtung. Wir drehten und parkten das Auto so, daß die Scheinwerfer den Weg beleuchteten. Eigentlich hatten wir gehofft, so die Gebäude besser sehen zu können, aber der Wald ließ keinen Blick zu. Das einzige was man sah war ein Loch im Zaun und eine Schneise im Unterholz.

Ein Blick zu meiner Freundin reichte… ich war auf mich alleine gestellt. Sie war nicht dazu zu bewegen, das Auto zu verlassen… geschweige denn durch das nicht wirklich vertrauenerweckende Loch im Zaun / Unterholz zu gehen. Der Kampf, den ich die nächsten 3 Minuten in mir selber austragen musste, war vermutlich bis ans andere Ende der Stadt zu hören. Resultat: alleine würde ich dort nicht reingehen… die unterdimensionierte Leuchtkraft der Taschenlampe und die extrem gruselige Location waren in diesem Moment einfach zu gute Argumente gegen das Verlassen des Autos. Also sind wir unverrichteter Dinge wieder abgezischt…

Schade… egal – ich komme wieder! (diesmal mit Mut)

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