Unter der Erde ists noch am schönsten

Gestern war es mal wieder soweit. Nach einer Cache-Pause und einigen halbherzigen Funden musste mal wieder eine Tour mit Gastcacher Big Red her. Gestern war es dann soweit. 5 Geplante Caches mitsamt Route aufs GPS gezogen, 10.00 Uhr noch schnelll nen Kaffee getrunken, bei LIDL mit Batterien versorgt und schon gings los.

Der erste Cache lag im beschaulichen Dattenfeld. Es sollte dort einen verschollenen Stollen geben, welcher auf 4 Arten zu erreichen sei. Wir haben uns aufgrund der Wetterlage für die Variante „Reinhold Messner“ entschieden – bedarf an dieser Stelle vermutlich keiner Erklärung. Da er direkt an der Sieg liegt, hätten wir alternativ auch noch schwimmen, rudern oder eislaufen können… passte alles grad mal nicht. Die letzten paar Meter Abstieg zum Cache waren nicht gerade einfach, da es die letzten Tage durchgeregnet hat und der steile Waldboden einer weichen, matschigen Ruwtsche glich… Aber Tatsache: dort unten am Ufer der Sieg war tatsächlich ein Loch im Berg! Taschenlampe zur Hand und reingeleuchtet: Kniehohes Wasser und ein langer Tunnel. Okay… da der Cache ausserhalb der Höhle lag und der Owner ausdrücklich darum gebeten hat, diese nicht zu betreten,  haben wir es auch gelassen.

Dann ging es zum zweiten Cache – auf diesen haben wir uns ganz besonders gefreut. Ein alter Entwässerungsstollen einer Grube! Nachdem mein GPS und leider nur unzureichend nah an den Cache herangeführt hat, war noch 1km laufen angesagt. Natürlich haben wir uns wie immer den schwersten Weg ausgesucht: über einen Berg! Ich hab ganz vergessen, wie anstrengend es ist, einen Berg mit einem zum Bersten vollen Wanderrucksack zu bezwingen. Auf der anderen Seite angekommen haben wir uns erstmal über die Landstraße in Sichtweite geärgert – naja, was solls. Da   erblickten wir den Eingang zum Tunnel. Mitten im Wald war eine Tür im Berg, welche von einem darangelehnten Eisengitter versperrt war. Gitter zur Seite und reingeschaut… Geil! Eine alte Sprossenleiter führte runter in den Stollen und ein Plätschern war zu hören. Hier waren wir richtig! Also alles Gepäck verstaut und ab rein. Unten angekommen wurde es schon etwas kühler, es tropfte von der Decke und Frösche flüchteten vor uns über den umherliegenden Schutt. Nach ein paar Metern kamen wir dann an eine kniehohe Mauer… diese war quasi der Rand einer 1,5m breiten und ca. 80m langen Wanne voller klarem Wasser. Der Stollen selber war vielleicht 2m hoch, das Wasser ca. 1,30m tief (gemessen haben wir nicht) Okay… dort mussten wir vermutlich durch, um an den Cache zu gelangen. Und was tut man, wenn man keine Anglerhose oder ähnliches dabei hat? Genau! Man geht in Boxershorts (ich) und Badehose (Jan)  rein! Ich also hoch, den Rucksack  mit Wechselsachen & Handtüchern geholt und man entledigte sich seiner Klamotten… okay, die Springerstiefel haben wir auch noch angelassen. Jan ist zuerst rein – an seinem Gesichtsausdruck konnte ich dann schon ablesen, was mich erwartete… GOTT, war das Wasser kalt! Bestimmt unter 10°C! Aber wir haben es durchgehalten: das Wasser wurde mal tiefer (biis Bauchnabel), die Decke kam mal näher, aber wir sind bis ganz zum Ende durchgelaufen. Da meine Beine langsam taub und schwer wurden, bin ich am anderen Ende raus aus dem Wasser und habe nach dem Cache gesucht….. NIX! Es ist immer ärgerlich, wenn man unverrichteter Dinge wieder abrücken muss – besonders bei einem so speziellen Cache. Auf dem Rückweg war das Wasser durch die Matsch-Stapferei nicht mehr wirklich klar, sondern eher eine ziemliche Brühe. Wieder am Anfang angekommen sahen wir dann auch, daß wir nicht mal ins Wasser gemusst hättten, um den Cache zu loggen. Ich für meinen Teil war froh, daß wir ihn vorher nicht gesehen haben, sonst hätten wir diese Erfahrung nicht gemacht. Abgetrocknet und umgezogen haben wir uns dann oben in der Sonne… trockene Socken sind schon was feines!

Den dritten Cache haben wir ausgelassen, da er einen zu großen Umweg dargestellt hätte.

Cache Nummer 4 war dann ähnlich dem letzten: ein Loch im Berg mit viel Wasser drin, diesmal allerdings nur Kniehoch. Welch Luxus! Dafür war es etwas ungemütlicher: die Wände waren voller Spinnen und mückenähnlicher Viecher (denke allerdings nicht, daß es Mücken waren, da ich nicht einen einzigen Stich habe…) In dem Stollen kamen wir dann an eine Gabelung und haben uns – natürlich – für den falschen Weg entschieden. Dafür wurden wir dann auch prompt mit einer Dusche belohnt, da an einer Stelle sehr viel Wasser aus der Decke kam. Cache nicht gefunden, zurück, den anderen Gang bitte! Und siehe da: da lag er! Ich musste dafür zwar noch ne Runde durch den Lehm kriechen, allerdings war mir das anch diesem Tag herzlich egal!

Cache Nummer 5 haben dann auch ausgelassen, da uns der Tag schon ordentlich geschlaucht hatte! So ging es also direkt zurück nach Leverkusen. Zuhause angekommen ging es erstmal direkt ab in die heisse Wanne. Das Badewasser war binnen Minuten ungefähr so dreckig wie das im Tunnel. Darüber hinaus kamen noch eine 2€-Stück große Spinne und eine Fliege zu Tage – ich will gar nicht wissen, wo an meinem Körper die sich verkrochen hatten!

Mein Fazit nach 180 gefahrenen und ca. 5 marschierten Kilometern:

  • die nächste Anschaffung wird eine Anglerhose sein (mal sehen, wann die Blasenentzündung mich niederwirft)
  • traue niemals deinem GPS (es hat uns über Fahrradwege mitten durch den Wald geführt)
  • wieder die richtige Entscheidung, Big Red mitzunehmen

Hier noch einige Fotos in 800×600. Die GC-Codes gibt es auf Anfrage!

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