Das musste ja so kommen – ich bin ein Agent.

Wie nutzt man heutzutage seine Freizeit sinnlos  sinnvoll? Ist ja nicht so, als wäre man als berufstätiger Familienvater nicht schon ausgebucht genug… Die restlichen paar Stunden, die man noch so hat, verbringt man dann mit Mopedfahren, Geocaching / Challenges / Munzee oder MMORPG-und Ego-Shooter-Zockerei. Oder seit neustem an der Xbox… Und jetzt kommt Google auch noch frech mit einem AR-Game-Zeitfresser um die Ecke. Ey watt? Ham‘ die die Waffel warm? Das ganze nennt sich Ingress , ist zur Zeit noch in der Closed Beta und es ist gar nicht mal so einfach eine Einladung zu ergattern.

Ein erster Überblick: Google hat das ganze ziemlich geschickt aufgezogen: eine geheimnisvolle Story drumherum, Rätsel, Verschwörungstheorien und ein polarisierendes 2-Fraktionen-System. Da wird fast jeder bedient… Und ich erst recht! Unglaublich, was die Leute dafür tun, um einen der begehrten Invites zu schicken: über selbstgemalte Bilder über Photoshopperei bis hin zu selbstgedrehten Videos und handwerklichen Meisterstücken… der Hype um das Unbekannte machts möglich! Bei mir war’s übrigens nur ne Photoshop-Kleinigkeit und Daumen drücken.

Die Story

In Europa haben Wissenschaftler eine geheime Energie entdeckt, und diese breitet sich nun rasend schnell über den Kontinent aus. Visualisert werden diese Energiefelder auf dem Smartphone, erreicht werden können sie aber nur in dem man direkt zu dem Ort geht. Jetzt muss sich der User noch für eine der beiden Allianzen entscheiden – “The Enlighted” oder “The Resistance”.

Die Allianz der “Enlighted” möchte diese Energie erforschen und diese für die Menschheit nutzen. Die “Resistance” hingegen bekämpfen die geheimnisvolle Energie und müssen die Menschheit davor beschützen. In beiden Fällen müssen die User den Ort besuchen und dann die Aktion vornehmen. Befindet sich ein Spieler (In der realen Welt) der anderen Allianz am selben Ort, wird das ganze erschwert.

Spieler können sich zu Teams zusammenschließen und haben dadurch mehr Macht/Stärke um ihre Ziele zu erreichen. Dabei müssen die Spieler nicht zwingend am selben Ort/Land wohnen. Gemeinsam werden Strategien entwickelt und mithilfe einer intelligenten Karte die nächsten Schritte geplant.

(Quelle: googlewatchblog)

Oder etwas konkreter: Man muss als Agent für eine der Fraktionen Energie sammeln, die überall rumliegt, Portale Hacken um Items zu ergattern, feindliche Portale angreifen und zerstören, eigene Portale stärken und verbinden. Da das ganze allerdings noch in den Kinderschuhen steckt, gibts noch nicht sooo viele Portale (Update: ich meine gehört zu haben, daß am gestrigen 25.01.13 ein neuer Schwung von 17.ooo Portalen online gegangen ist). Prädestiniert für Portalstandorte sind in der Regel Skulpturen, Kustgegenstände oder architektonisch interessante Gebäude. Jeder User hat auch die Möglichkeit, neue Orte für Portale vorzuschlagen (in Form eines Fotos mit Geotag), aber das ganze wird sich sicher noch was hinziehen, bis flächendeckend Action ist. Beispiel: am 18.12.2012 habe ich 13 Portale in Leverkusen vorgeschlagen… die ersten 8 davon gingen vorgestern (also einen Monat später) online.

So. Nun hatte ich also den Invite und das Spiel schlummerte auf meinem Smartphone. Zeit für einen ersten Blick. App gestartet und… es funzte direkt tadellos! Alles lief flüssig und kam so frisch und neu rüber, wie ich es dank diverser Youtube Videos erwartet hatte. Der Sound ist futuristisch düster und die Animationen gut. Einzig die verdammt kurze Akkulaufzeit im Dauerbetrieb nervt etwas. Hab an einem Tag nen Farmspot in Köln Stammheim abgegrast und nach 1,5 Std. war mein Akku restlos leer (okay – der Akku hats sowieso hinter sich, aber trotzdem schmälerte die Tatsache den Spielspaß).

Alle, die unter Verfolgungswahn leiden, können dem Spiel natürlich auch etwas negatives abgewinnen: Google sammelt vermutlich einen Haufen ortsbezogene Daten und nutzt diese außer für seine Kartendienste auch noch für Werbeanzeigen etc. Bla… mir scheiss egal. Macht Spaß.

Was schön zu beobachten – und der Knackpunkt an der ganzen Geschichte – ist: Die Spieler organisieren sich. Überregional. In erster Linie über Google Plus, aber auch über Facebook, Twitter etc. So werden Strategien ausgeheckt und gemeinsame Angriffe koordiniert.  Dann wird sich getroffen und ab geht die Post. Alles schon erlebt. Super Sache! Man hört auch schon davon, daß Ingress Spieler zu nahe an „sensiblen“ Orten gespielt haben und von der Polizei aufgegriffen wurden. Find ich genauso klasse!

Nun gut, ich bin erst Level 2 und kann noch nicht so viel reissen, aber trotzdem hab ich meinen Spaß. Werde auch hier erstmal nen Punkt setzen – möchte noch ein bisschen Spielen und werde dann ggfs. noch einen Artikel schreiben, wenn ich etwas tiefer in der Materie stecke.

Es folgen 2 Fotos bzw. Screenshots von der Spieleeigenen Online-Karte: Aktuelle Situation (heute) in

Köln 

cgn

und Düsseldorf

dus

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