Archiv der Kategorie: Abel and Cain

Home Sweet Home

Wie knüpft man an an ein früheres Leben? Wie macht man weiter, wenn man tief im Herzen zu verstehen beginnt, daß man nicht mehr zurück kann? Manche Dinge kann auch die Zeit nicht heilen. Manchen Schmerz, der zu tief sitzt und einen fest umklammert.  – Frodo Beutlin

Okay… es ganz so theatralisch aufziehen und zu den Grauen Anfurten fahren würde ich dann doch nicht (das letzte Schiff ist ja auch schon weg). Aber Fakt ist: die Tour ist zu Ende und die Gemeinschaft hat sich aufgelöst. Jeder geht zurück in sein Leben und macht dort weiter, wo er aufgehört hat.

Die Jungs werden weiter Musik machen, denn nach der Tour ist vor der Tour. Wie geht’s bei mir weiter? Nun… ich werde erstmal zusehen, daß ich wieder nen erträglichen Tag-Nacht-Rhythmus entwickel, ich werde wieder anfangen zu normalen Zeiten zu essen, wieder anfangen Sport zu machen, wieder aufhören zu rauchen (Ja, guckt nicht so… gehört zum Rock’n’Roll dazu…) und den Alkoholkonsum runterschrauben. Aber vor allem: ich werde die nächsten Tage / Wochen garantiert kein Auto fahren!!! Dann sollte bald alles wieder in Ordnung sein.
Bei all dem Stress, dem wenigen Schlaf und den vielen Kilometern auf Deutschlands Autobahnen muss ich trotzdem sagen: Es war ne super Zeit… es war ein Abenteuer. So viele neue Eindrücke, so viele neue Orte, soooooo viel gelacht, so viele neue Menschen kennengelernt und tolle Geschichten erlebt.
Besonders hervorzuheben: keine Verhaftung, keine Schlägerei, keine Knochenbrüche, keine Hochzeiten im besoffenen Kopp… Bleibt mir nur zu sagen: Danke, Abel and Cain, daß ich daran teilhaben durfte!

Aber unterm Strich bin ich auch froh, wieder im Schoß der Familie zu sein. Bei all dem Freiheitsdrang bin ich anscheinend doch langsam ein Familienmensch geworden und halte es nur sehr schwer ohne meine Mädels aus.


Der Weg zur Weisheit

Ich hatte in der Unendlichkeit des Universums (Autobahnen sind mitten in der Nacht sehr einsam) Zeit, mir einige Gedanken über die letzten paar Tage zu machen. Folgendes möchte ich somit festhalten:

Erkenntnis 1: Es gibt zu viele Menschen, die Chinohosen tragen und sich damit auch noch geil vorkommen

Erkenntnis 2: Kill all hipsters. Kill all hipsters… Kill all hipsters!

Erkenntnis 3: Wenn 5 Männer im Mikrokosmos eines Jeeps zusammengepfercht sind, fangen sie nicht an, sich zu kloppen, anzunagen oder zu bespringen

Erkenntnis 4: Wenn ein würziger Käse 3 Tage im Kofferraum auf dem Auspuff liegt, wirds eklig.

Erkenntnis 5: Käse ist aerodynamisch und weist hervorragende Flugeigenschaften auf!

Erkenntnis 6: Deutschland ist größer und abwechslungsärmer, als man denken mag (wenn man nur 80km/h – und das vorwiegend nachts – fährt)

Erkenntnis 7: Man muss in Bayern die Donau drölf mal kreuzen, bevor man Österreich erreicht

Erkenntnis 8: Der menschliche Körper ist anatomisch in der Lage, einen französischen Weichkäse im Ganzen zu essen, nicht an einem Cholesterinschock zu sterben und danach dennoch ein tolles Konzert an den Drums zu spielen

Erkenntnis 9: Man kann nicht genug über Stuhlgang reden

Erkenntnis 10: Kill all hipsters!


Das schöne Regensburg

Die Ankunft in Regensburg (4:40 Uhr in der Früh) ist ne ganz eigene Nummer gewesen: sehr schmale Einbahnstraßen, überall Kratzsteine (das sind ein paar Jahunderte alte Steinblöcke, die etwa einen Schritt von der Hausecke entfernt in den Gehweg gerammt sind. Wenn es der Kutscher sehr eilig hatte, schnitt er die Kurve und kratzte dabei am Prellstein.) und ein definitiv zu müder Fahrer!  Scheiss drauf – da mussten wir noch durch…. das Bett rief nach 20 Stunden dann doch mal! Und siehe da: auch wenn ich mich nicht mal mit unserem Golf durch diese engen Häuserschluchten getraut hätte – es hat auch mit Jeep & Trailer geklappt!

Die ersten 5 Minuten im Hostel glichen einem alten James Bond Film: weiterlesen


Die Sache mit Österreich

Logbuch von Captain Kev. 22.03.2012. Regensburg

So. Heute habe ich mal keine wirklich multimedialen Höhepunkte zu bieten, sondern nur Text . Gestern war imho ein ziemlich krasser Tag – und nach ganzen 5 Stunden Schlaf fühle ich mich nun ausgeruht genug, um den nächsten 20-Stunden-Arbeitstag in Angriff zu nehmen. Ein kurzer Rückblick:

Gestern hatten wir einen Gig im wunderschönen Linz (A). Dies bedeutete für uns: weiterlesen


AudioLog #1 – Vive la France!

Im weingeschwängerten Kopf entstehen gerne mal lustige Sachen. Erste nennenswerte Begebenheit des heutigen Abends: Alle bis auf den Bassisten stehen auf dem Balkon. Dieser tippt dem Sänger (in der Tür stehend) von hinten auf die Schulter.

Sänger:“Was is?“

Bassist: „Ich will raus!“

Sänger: „Ach… ich dachte ich muss jetzt die Kopfhörer abnehmen und ein Wort erraten…“

Hahahahahahahahahahahahaha….

Darüber hinaus haben wir unsere Fremdsprachenkenntnisse mal etwas aufgefrischt. Heute: Französisch Leistungskurs! Hier zu hören (ich hoffe es funktioniert):

mp3


A Tribute to…

Heute vorm Soundcheck ein bisschen Leerlauf gehabt und dem üblichen geistigen Dünnschiss das eine oder andere Foto geschossen. Zum Beispiel jenes welches:

 

 

 


On Tour mit Abel & Cain

Was der liebe Herrgott mir an musikalischer Kreativität verwährt hat (wie wir alle wissen hätte ich ja eigentlich Rockstar werden sollen), hat er zu gleichen Teilen in meinem Freundeskreis verteilt. Nahezu jeder beherrscht ein Musikinstrument und die meisten spielen in Bands. Einige hatten schon Erfolg, einige Teilerfolg, einige rennen trotz einer Menge Potenzial immer schön um die Erfolgsleiter herum und andere wiederum verfolgen eine Musikkarriere mit lobenswerter Energie und bringen kontinuierlich kleine und große Erfolge hervor. So auch die Band, in der mein bester Freund die Gitarre schwingt: Abel & Cain.

Fast alle Mitglieder der oben genannten Bands sind mit den Jahren zu (teilweise guten) Freunden geworden – und bisher hatte ich (bis auf atemlos) immer irgendwo meine Schmuddelfinger mit im Spiel. Sei es als Webdesigner oder Roadie… man ist sich ja für nix zu schade ;-P

Ab diesem Samstag gehe ich für 2 Wochen als Roadie mit der Band Abel & Cain auf Deutschlandtournee – plus einen Gig im schönen österreichischen Linz.  Hier mal die Tour im Überblick:

Nun bin ich ja bekennende Medienhure – und werde selbstverständlich neben dem Smartphone noch mein Notebook mitnehmen. In erster Linie zwar, um mit meiner Familie via Skype in Verbindung zu bleiben – aber ich habe mir auch fest vorgenommen, meine Eindrücke der Tour in einem subjektiven Roadie-Tagebuch festzuhalten.

Ob ich es bei der ganzen Fahrerei und Schlepperei täglich schaffe, kann ich nicht versprechen. Aber ich werde zumindest versuchen, es so lückenlos und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten – multimediale Mittel gibt es da ja genug. Wer jetzt Bildmaterial von exzessiven Groupie-Gangbangs, Nutten, Koks und Badewannen voller Moët erwartet, den muss ich leider enttäuschen: sowas stell ich doch nicht ins Internet. Aber der eine oder andere Abgrund der menschlichen Seele wird sich sicher auftun – und darüber werde ich dann hier berichten. Offizielle News und Infos zur Band sowie zur Tour findet ihr auf ihrer Facebook-Seite.

Also: see you on Road!